Herzlichen Dank

Liebe Fremde der Palliativstation Hietzing Ich möchte mich im Namen meines Mannes und meiner Familie für die Fürsorge und Anteilnahme herzlich bedanken. Er ist jetzt von seinem Leiden erlöst, aber für mich ist er viel zu früh gegangen. Sie haben mir viel Trost und Hilfe gegeben. Anbei eine Spende für Ihren Verein, die € 5,- sind von meinem neunjährigen Enkel Lukas, der sich damit bedanken will, dass alle so nett zu seinem Opa waren. Herzlichen Dank

Ein Patientenwunsch

Dem Wunsch eines Patienten, der schon einige Monate auf unserer Station verweilte, zu entsprechen, fuhren wir (2 Ehrenamtliche) mit unserem Privatauto, Patient und Rollstuhl nach Hietzing. Hier erledigte er seine Bankgeschäfte, stand wieder, wie alle anderen Menschen am Schalter und verfügte selbst und ohne Hilfe über sein Konto.

Anschließend wollte er in einem nahen Geschäft einige Dinge besorgen. Mit etwas Unterstützung war es auch möglich, dass er sich diverse Angebote durchsah, gustierte und wählte und schließlich selbst bezahlte.

Einen ganz besonderen Abschluss bildete der Besuch im Cafe Dommayer, in welchem er sich ganz selig ein Achtel Wein bestellte und sich dieses nach und nach mittels Spritze über die Pegsonde (Magensonde) verabreichte.

Die Freude und das glückliche Strahlen im Gesicht dieses todkranken Menschen, sind für mich unvergesslich. Es war sein letzter Ausgang.

Erstaunliches Kind

Die junge Mutter eines 8-jährigen Buben ist verstorben. Der Vater kam mit dem Sohn, um sich von der Mama zu verabschieden. Wir versuchten, dem Kind beizustehen. Seine Antwort „Danke, sehr lieb von euch, aber da muss ich selber durch”. Erstaunlich, wie Kinder mit dem Tod umgehen können.

Wohlfühlen

Ein Patient der nicht mehr sprechen konnte hat diesen Zettel geschrieben und ihn uns überreicht:
Es ist sehr schön hier. Ich habe schon überlegt, ganz hier zu bleiben. So "sauwohl" fühl iich mich - z.B. als Maskotchen, fast jedes Militär-Regiment hat eines, warum nicht auch eine Krankenhausabteilung. Karl

Erfüllte Hoffnung

Frau H. eine Patientin aus dem ehem. Jugoslawien, war schon längere Zeit auf unserer Station und wurde zusehends schwächer. Sie erzählte dass ihre anfängliche Hoffnung bei der Hochzeit ihres Sohnes anwesend sein zu können immer unwahrscheinlicher wurde da es ihr nicht gut ging. Sie war sehr traurig.

Unser Verein organisierte und bezahlte einen Arzt + eine Krankenschwester + einen Krankentransport.

Frau H. war auf der Hochzeit ihres Sohnes !!!
Sie ist 3 Wochen danach verstorben.

Zu früh

Frau K. Jahrgang 1967 war nicht lange bei uns. Ihr größter Wunsch war noch einmal ihr Pferd zu sehen! Gerne wollten wir ihr ihren Wunsch erfüllen aber zu rasch war es aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich.

Da haben wir alles versucht das Pferd nach Lainz zu bringen.

Als wir alle Genehmigungen hatten (ca. 1 Woche) hätte sie es nicht mehr wahrgenommen, sie ist nach wenigen Tagen verstorben.